Pressestimme

Frühjahrskonzert 2007

Die spannende Melodienreise führte durch ganz Europa

19.04.2007: tri/rnz: Frühjahrskonzert des Musikvereins in der Kulturhalle
Mauer (tri). Ein Orchester erzeugt mit seiner Musik Stimmungen jeglicher Couleur. Das große Blasorchester des Musikvereins Mauer entlockte bei seinem Frühjahrskonzert seinen Instrumenten zartklingende Töne genauso wie dramatische Fanfarenklänge: im Solo und im Tutti. Mit Pauken und Trompeten eröffnete es eine spannende Melodienreise durch ganz Europa, die von Russland über Irland, Italien bis nach Spanien reichte. Die charmante Begrüßung der Gäste, die an diesem Abend aus vielen Ländern kamen, übernahm der ehemalige Bürgermeister Erich Mick. Er ließ die Zuhörer nicht mit den englischen Titeln im Programmheft allein, sondern erläuterte die Besonderheiten der Instrumente, stellte die Solospieler namentlich vor und führte in die Thematik der einzelnen Stücke ein: "Unser großes Blasorchester besteht aus fünfunddreißig Musikern und einer Vielzahl an Instrumenten, die harmonisch miteinander musizieren, das Tutti. Doch jeder Musiker beherrscht sein Instrument auch im Solo und möchte sich Ihnen heute damit präsentieren." Besonders die Jungmusiker hatten doch einiges Lampenfieber bei ihrem Debüt: Ihnen gebührte denn auch ein Sonderapplaus für ihren Mut, nicht nur in der großen Besetzung, sondern teils als Solisten mit zwölf Jahren schon auf der Bühne zu stehen.
Dirigent Arne Müller hatte alle Instrumentenregister gezogen und die große Palette an Melodien aus Volksmusik, Swing, Rock und Blues perfekt einstudiert. "Ich wünschte, ich hätt 'ne Klarinettistin", heißt es in der Fernsehwerbung. Arne Müller hat gleich acht im Orchester, die gleichsam swingend mit dem Stück "An der Spitze" auf ihren Instrumenten perfekt harmonierten. Die Waldhornbläser entlockten ihrer "Glücksspirale" lyrische Töne und begeisterten mit ihrem Auftritt. Phantasievoll erklangen die Querflöten, entführten nach Irland, an einen plätschernden Bach, ließen Nymphen tanzen und Gewitter aufziehen. Frühling pur und ein Reigen, der wohl nicht nur Bürgermeister Jörg Albrecht verzauberte! Vom "Alpenpanorama" her ertönten die Trompeten, Flügel- und Tenorhörner, während Feuerblitze im Tutti in dramatischen Fanfaren aufflackerten Nach der Erfrischungspause ging es mit einer russischen Promenade, der "Bilderausstellung", choralartig weiter, die russische Seele immer Gepäck, gefolgt von den Saxophonisten. Die marschierten im groovigen Sound mit Hut und Sonnenbrille auf die Bühne, ihr Gospellied "nobody knows" brachte Schwung ins Publikum, der Mississippi ließ grüßen. Dass Arne Müller und die Posaunisten Spaß verstehen, bewiesen sie mit Trillerpfeife in kurzer Sporthose an ihren Instrumenten als "Schiedsrichter". Ein Lied aus Holland, das alle begeisterte, aber auch zeigte, dass nackte Männerbeine der Musiker nicht unbedingt so schön sind wie deren Lieder. Ein Trommelwirbel und Schlagzeuggewitter setzte ein, an den Sparkling Drums ging die Post ab! Welche Bedeutung die Tuba im Blasorchester auch bei rockigen Melodien hat, konnte jeder in einem Medley von "Joe Cocker in Concert" hören: ohne sie geht es nicht! Mit Melodien aus "Showtime" ging ein Konzert der Sonderklasse zu Ende, nicht ohne Zugaben. Vorstand Klaus Philipp sprach herzliche Dankesworte an die Protagonisten aus, besonderes Lob galt den Jungmusikern im Verein, Dirigent Arne Müller, Erich Mick und den vielen Helfern hinter der Bühne, dem Freundeskreis und den Spielerfrauen für die Bewirtung. Die Idee, das jährliche Konzert im Frühjahr zu veranstalten, kam beim Publikum gut an, das "beflügelt" seinen Heimweg antrat.

Zurück